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Donnerstag, 12. April 2018

Agentur in Syrien vermittelt Augenzeugen!

augenzeugen

„Wir beliefern den Westen und Russland mit den Bildern, die sie brauchen.“

„Ich habe im Syrien-Krieg schon jede Rolle gespielt. Zumindest vor der Kamera“, berichtet Addurrahman Ababneh. „Ich war der Mann, der seinen Gemüseladen verloren hat. Und der Mann, dessen Kind verstümmelt wurde. Ich war der Reporter, der die Quelle des Giftgasanschlags kennt. Und der heimgekehrte Flüchtling, der weiß, dass Syrien ein sicheres Land ist. Die Medien und die Politiker haben mir das abgekauft. Alles.“

Keine Frage. Addurrahman Ababneh ist ein vielseitiges Talent. Und nun möchte er sein Geschäftsmodell ausweiten. „Der Bedarf an Augenzeugen im Syrienkrieg ist groß“, erklärt uns der Medienprofi. „Und zwar auf allen Seiten. Der böse Russe kämpft gegen friedvolle Rebellen? Ich liefere die Bilder. Die Amerikaner versuchen einen Regimewechsel? Ich bringe die Beweise. Oder ist doch Israel an allem schuld? Ich habe auch hierfür die passenden Aufnahmen.“

Feindbild-Kartenspiel
Eigenwerbung
Ein profitables Geschäftsmodell, was sich Herr Ababneh da ausgedacht hat. Immerhin wird keine Seite bevorzugt. „Nein, ich bin da politisch ganz neutral. Wer bei meiner Agentur bestellt, bekommt auch die passenden Bilder geliefert. Und ich achte auch auf die Qualität. Alle Aufnahmen werden original in Syrien gedreht. Ich liefere keine Szenen aus irgendwelchen anderen alten Kriegen, wie sie so gerne in den Nachrichten gezeigt werden.“

Made in Syrien. Das scheint ein neues Qualitätsmerkmal zu werden. Aber zahlt sich das auch aus? „Aber Hallo! Das muss jetzt alles ganz schnell gehen. Ich habe die neuesten Tweets von Donald Trump gelesen. Der dritte Weltkrieg ist vielleicht gar nicht mehr so weit. Bis dahin müssen meine Schäfchen im Trockenen sein. Ach, meine Schäfchen. Die von den Amerikanern niedergebombt wurden. Und von den Rebellen geschlachtet. Und von Assad vergast. Und das, obwohl wir hier überhaupt keinen Krieg haben.“


Foto (oben): kalhh / pixabay.com (CC0 Creative Commons)
Artikel geschrieben von Andreas Mettler - Feindbild-Kartenspiel Illustration: Thalia Brückner

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