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Dienstag, 16. Oktober 2018

Wahldebakel aufgeklärt: Der Wähler ist schuld!

bayernwahl
Ach, ne. Die schon wieder...

„Wir haben alles getan, um den Abstieg der SPD zu beenden“, erklärt die Vorsitzende der Sozialdemokraten, Andrea Nahles. „Wir haben unser Personal ausgetauscht und den Neuanfang verkündet. Dann haben wir wieder unser Personal ausgetauscht und den Neuanfang verkündet. Im letzten Frühling dann haben wir unser Personal ausgetauscht und den Neuanfang verkündet.“

Feindbild-Kartenspiel
Eigenwerbung
Und nun das: Die SPD wird in Bayern nur noch von einstelligen Wählern gewählt. „Eigentlich wollten wir jetzt unser Personal austauschen und einen Neuanfang verkünden“, erklärt uns Frau Nahles weiter. „Das hat uns in der Vergangenheit immer geholfen. Aber dann sind wir mal in uns gegangen und haben uns Gedanken darüber gemacht, warum uns keiner mehr wählen mag. Und jetzt wissen wir, woran es liegt: Der Wähler ist schuld!“

Der Wähler? Dass die SPD nicht schon früher darauf gekommen ist! „Genau“, erklärt uns die Parteivorsitzende die komplizierten Sachverhalte. „Der Wähler macht bei den anderen Parteien sein Kreuz. Aber nicht bei uns. Jahrelang hatten wir die Gründe für den Wählerschwund bei uns gesucht. Falsche Politik? Die schlechte Kommunikation unserer tollen politischen Leistungen? Alles Quatsch! Das liegt gar nicht an uns. Denn die Mehrheiten bestimmt der Wähler, nicht wir.“

Dann hat der lange Leidensweg der Sozialdemokraten ja sicherlich bald ein Ende. „Na, hoffentlich. Das Ganze fing schon in den frühen Nullerjahren an. Mit der Agenda 2010. Super Politik. Aber schon damals hatte der Wähler total den Draht zu unserer Realität verloren. Und dann 2013: Der Wähler gab uns eine Rot-Rot-Grüne Mehrheit. Ha, aber nicht mit uns! Da sind wir lieber nochmals in die GroKo gegangen. Der Wähler soll schließlich unserer Politik folgen und nicht umgekehrt. Wo kämen wir da hin?“

Gut, das Problem ist jetzt erkannt. Aber was sind die Konsequenzen? „Selbst schuld, wenn unser Wähler immer kleiner werden will. Nicht mein Problem. Dann suchen wir uns einfach einen neuen Wähler. Mal schauen, wer da so alles in jüngerer Zeit nach Deutschland gekommen ist.“


Foto (oben): Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons
Artikel geschrieben von Andreas Mettler - Feindbild-Kartenspiel Illustration: Thalia Brückner

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