Das unartige Satiremagazin!
Ob Männer, Frauen oder Klemmbausteine, im gesprochenen Mandarin wird immer das Personalpronomen "tā" benutzt. Keine Abgrenzung der Geschlechter, kein sprachlicher Fingerzeig auf die weibliche Körpermitte.
"Das ist ja schrecklich!", meint Inge Innenfrau vom Bundesverband für Neusprech e.V. "Wenn ein Mensch das Wort Krankenschwester benutzt, dann sehe ich sofort einen Mann vor meinem inneren Auge. Aber zum Glück haben wir in Deutschland die Gendersprache durchgesetzt. Krankenschwester*innen und wir grenzen Frauen konsequent aus."
Und das soll jetzt auch endlich den Chinesen gelingen? "Ja, klar", so die Genderexpertin. "Wir sind doch das große Vorbild für die ganze Welt. So wie bei der Klimapolitik. Am Deutschen Wesen... Sie wissen schon."
Aber wie soll die Chinesische Gendersprache konkret umgesetzt werden? "Genau wie in der deutschen Sprache", sagt Inge Innenfrau. "Aus dem Billiglohnarbeiter wird 低收入工人*innen. Der Rikschafahrer wird zu 人力車夫*innen. Schlitzauge heißt jetzt 斜眼*innen. So bauen wir Vorurteile und Diskriminierungen in China ab."
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Na, ob das die guten Chinesen wirklich überzeugt? "Selbstverständlich müssen wir dieser rückständigen Nation ein bisschen finanziell unter die Arme greifen, damit unser Export von Neusprech auch wirklich gelingt. Unser Verein steht bereits in engem Kontakt mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. So ungefähr 2 Milliarden Euro Entwicklungshilfe pro Jahr für China und die Sache läuft. Wenn wir das Renteneintrittsalter in Deutschland auf 75 erhöhen, dann können wir uns das locker leisten!"





