Das unartige Satiremagazin!
Donald Trump: Der US-Präsident, der keine Kriege führt. Im Gegenteil: Er war sogar als Friedenstaube unterwegs: Armenien gegen Aserbaidschan, Indien gegen Pakistan, Ägypten gegen Äthiopien, Schalke gegen Borussia Dortmund, die Gungans gegen die Sith und natürlich die Ukraine gegen Russland. Naja, fast.
Und trotzdem gab es keinen Friedensnobelpreis. Barack Obama hatte seinen Friedensnobelpreis schon in der Tasche, bevor er seine Drohnen nach Pakistan, Jemen und Somalia schickte. Bevor er in Libyen den Gaddafi stürzte und bevor er Spezialeinheiten nach Syrien einmarschieren ließ.
Und jetzt hat der Donald den Irankrieg an der Backe. Das wird wohl nichts mehr mit dem Friedensnobelpreis. Macht nichts. Ein guter Geschäftsmann passt sich stets der veränderten Lage an. Und so hat der Amerikanische Präsident heute im Eilverfahren den Kriegsnobelpreis verliehen bekommen. Nein, nicht etwa vom Norwegischen Nobelkomitee, sondern von der Rüstungsindustrie. Offenbar haben es die Nachkommen von Alfred Nobel leichtfertig versäumt sich die Marke "Kriegs-Nobelpreis" schützen zu lassen.
Ein cooler Panzer ziert die Medaille und nicht dieser alte Mann mit Bart, den sowieso niemand kennt. Ein Preis, der eine stete Erinnerung daran sein soll, dass sich die Konflikte dieser Welt nicht mit Worten lösen lassen, sondern nur mit militärischer Gewalt. Und weil Donald Trump noch drei Jahre als US-Präsident vor sich hat, wird es in der Zukunft zweifellos noch viele Gelegenheiten geben, sich dem Preis als würdig zu erweisen.





