Das unartige Satiremagazin!
"Mit mir gibt es keine Steuererhöhungen!" hat der Bundeskanzler immer wieder betont. Also führen wir einfach neue Steuern ein. Streng genommen keine Steuererhöhung. Die Zuckersteuer sollte den Anfang machen, aber wenn zuckerfreie Getränke jetzt doch nicht versteuert werden sollen, dann lohnt sich die Sache kaum. Wie sollen wir auf diese Weise nur den Wiederaufbau von Volodymyr Zelensky bezahlen?
"Im nächsten Schritt führen wir die Krokodil-Steuer ein", erklärt Bundesfinanzminister Lars Klingbeil. Nun werden in deutschen Wohnungen allerdings nur sehr wenige Krokodile gehalten und die ganze Sache lohnt sich doch diesmal überhaupt nicht. Könnte man denken.
"Wir wollen nicht den Fehler mit der Zuckersteuer ein zweites mal machen", so der Experte fürs Geldausgeben. "Deshalb müssen auch die Halter von Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen die Krokodil-Steuer bezahlen. Und natürlich die Hundehalter. Zusätzlich zur Hundesteuer."
Und das bringt Milliarden in den lecken Topf? "Nein, da geht noch mehr", sagt Klingbeil. "Krokodile sind beliebte Fortbewegungsmittel. Also gilt die Krokodil-Steuer auch für Autos und für Flugreisen. Das ist gut, denn damit erziehen wir die Menschen, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Ach so: Die öffentlichen Verkehrsmittel fallen natürlich auch unter die Krokodil-Steuer."
Und dann ist der Bundeshaushalt saniert? "Ach was", klingt der Beil. "Krokodile sind Fleischfresser. Die Krokodil-Steuer muss also auch für alle Fleischprodukte bezahlt werden. Und natürlich für pflanzliche Produkte, damit die Menschen nicht auf eine vegetarische Lebensweise ausweichen. Und für Wasser und für die Luft. Erst dann kommt ordentlich was in die Kasse."
Na gut, wenn dann das Geld reicht für ein Duftbäumchen im muffeligen Schulklo oder frisches Wasser für das Unkraut, das in den Schlaglöchern der Straße wächst, dann zahlen wir die Krokodil-Steuer doch ganz gerne. "Könnte man meinen", so der Finanzminister. "Aber wir werden das ganze Geld einmal quer über den Globus verteilen. Oh Schreck, dann sind wir wieder pleite. Ich glaube, wir brauchen ein neues Sondervermögen!"





