Das unartige Satiremagazin!
An dieser Stelle gab es eine Satire zur Elternschaft per Leihmutter von Jens Spahn. Meine Idee: Ich formuliere das aus der Sichtweise des Babys. Diese Perspektive fehlte in der aktuellen Debatte fast völlig.
Ein paar Pointen im Text, die Anspielung auf die Widersprüche eines Politikers, der sich immer wieder für das Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland stark gemacht hat, um es dann selbst zu umgehen, eigentlich hatte doch alles gepasst.
Und doch war da dieses Gefühl: Irgendwas stimmt hier nicht. Und ja, tatsächlich: Es ist für mich ok, einem Politiker satirisch Worte in den Mund zu legen, die das überzeichnen, was er gerade tut oder sagt. Niemand hat ihn dazu gezwungen, zur öffentlichen Person zu werden. Aber das Baby? Das Baby ist unfreiwillig in diese Debatte gekommen. Wenn ich das Kind im Artikel satirisch sprechen lasse, dann fühlt sich das falsch an.
Niemand hat mich dazu gedrängt, den Artikel wieder zu löschen. Niemand hat sich beschwert. Ich glaube, ich mache das zum ersten mal bei Satirepatzer. Bei anderen Artikeln gab es oft den Kommentar: "Das geht jetzt wirklich zu weit!" - Das ist ok. Kein Grund für einen Rückzieher.
Die KI-Illustration zum Artikel lasse ich stehen. Hier ist kein echtes Baby im Spiel. Außerdem ist das Kind im Einkaufswagen ohnehin schon viel zu alt. Das ist überhaupt nicht der Sohn von Jens Spahn. Im besten Fall ein Symbolbild. Aber ein witziges.






